Gemeinsam Zukunft gestalten-Eindrücke vom Juko Kongress

Vom 20. bis 24. Mai 2026 fand in Berlin der Jugend-Engagement-Kongress statt. Auch Jugendliche aus unserer Organisation hatte die Möglichkeit, an diesem besonderen Programm teilzunehmen.

Bereits bei der Ankunft wurde deutlich, wie vielfältig die Gruppe war. Junge Menschen aus unterschiedlichen Regionen und mit ganz verschiedenen Erfahrungen im Engagement kamen zusammen. Einige waren bereits aktiv in Initiativen und Projekten, andere suchten noch nach konkreten Wegen, sich einzubringen. Gerade diese Vielfalt hat den Austausch von Beginn an bereichert und geprägt.

In den darauffolgenden Tagen standen Workshops, Diskussionen und verschiedene Projektformate im Mittelpunkt. Die Themen reichten von demokratischer Bildung über Projektorganisation bis hin zu Fragen der praktischen Umsetzung von Engagement im Alltag. Besonders wertvoll waren jedoch auch die vielen Gespräche außerhalb der offiziellen Programmpunkte. Oft entstanden gerade in diesen Momenten die intensivsten Begegnungen, weil Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten ihre Erfahrungen offen miteinander teilen konnten.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem 23. Mai – dem Tag des Grundgesetzes. An diesem Tag wurde das Programm stärker nach außen geöffnet und durch Aktionen im Berliner Stadtraum ergänzt. Dadurch entstand eine direkte Verbindung zwischen den besprochenen Themen und ihrer gelebten Umsetzung in der Gesellschaft.

Am letzten Tag stand vor allem der gemeinsame Abschluss im Vordergrund. Kontakte wurden ausgetauscht, Ideen für zukünftige Projekte konkretisiert und neue Netzwerke gestärkt. Trotz der kurzen Zeit entwickelte sich ein starkes Gefühl von Gemeinschaft und Motivation, das hoffentlich auch über den Kongress hinaus Früchte trägt.

Die Teilnahme hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Räume sind, in denen junge Menschen ihre Perspektiven einbringen, weiterentwickeln und gemeinsam Zukunft gestalten können. Besonders der direkte Austausch mit anderen Engagierten hat viele neue Impulse gegeben und neue Möglichkeiten für eigenes Engagement eröffnet.

Ich finde, dieses Programm konnte jungen Menschen sehr helfen, ihre Potenziale zu entdecken, neue Perspektiven zu gewinnen und Mut für echten Einsatz für die Gesellschaft zu entwickeln. Es war eine wertvolle Erfahrung, die nachhaltig inspiriert und motiviert.

Für mich persönlich hatte der Kongress eine besondere Bedeutung. Als Hazara und Flüchtlingskind habe ich selbst Diskriminierung und Ausgrenzung erlebt. In meinem Heimatland hatte ich als Mädchen immer das Gefühl, weniger Chancen zu haben, mich nicht gesellschaftlich einbringen zu können und meine Stimme hörbar zu machen. Deshalb haben mich viele Themen des Kongresses emotional berührt und motiviert. Gleichzeitig engagiere ich mich selbst für Flüchtlingskinder in Drittländern, indem ich Online-Schulangebote unterstütze und damit versuche, Kindern und Jugendlichen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Der Kongress hat mir gezeigt, wie wichtig Engagement, Bildung und gegenseitige Unterstützung sind, damit junge Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Hintergrund – aktiv an der Gesellschaft teilhaben können. Besonders der „Marktplatz des Engagements“ sowie die abschließende „Engagement-Rallye@ehrentag“ machten deutlich, wie vielfältig Jugendengagement sein kann und wie wichtig es ist, dass jede Stimme gehört wird

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Mohammed Mirzay

Über mehr als 15 Jahre Erfahrung in humanitären Aktivitäten und im Einsatz für Menschenrechte. Er hat in Griechenland Flüchtlinge und besonders schutzbedürftige Menschen aus Afghanistan unterstützt und setzt sich nun als Direktor von EJS weiterhin für humanitäre Hilfe und Menschenrechte ein.

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